Riester-Rente für Familien-Mitglieder während der Elternzeit

Bei der Riester Rente, für deren Bezeichnung der damalige Arbeitsminister Walter Riester Pate stand, handelt es sich um ein Konzept für die private Altersvorsorge, an dem sich der Gesetzgeber mit Zulagen beteiligt. In erster Linie richtet sich die Riesterrente dabei an diejenigen, die als Arbeitnehmer Beiträge in die gesetzliche Rentenkasse einzahlen, aber auch beispielsweise Beamte, Arbeitslosen- oder Krankengeldempfänger sowie Eltern in Elternzeit können von der Riesterförderung profitieren.

Das Prinzip der Riesterrente besteht darin, dass der Sparer ein zertifiziertes Anlageprodukt bespart, beispielsweise in Form einer Renten- oder Lebensversicherung, eines Fondsparplans, eines Banksparplans oder eines Bausparvertrages. Gehört er zu dem förderberechtigten Personenkreis und zahlt er mindestens die festgelegten Mindestbeiträge, die sich in Höhe eines bestimmten Prozentssatzes seines Jahreseinkommens bewegen müssen, in seinen Vertrag ein, stockt der Gesetzgeber sein Guthaben durch Zulagen auf.

Die Grundzulage, die jeder Sparer erhält, beträgt 154 Euro pro Jahr. Zusätzlich hierzu gibt es Kinderzulagen, und zwar 185 Euro für Kinder, die vor 2008 und 300 Euro für Kinder, die nach 2008 geboren sind. Üblicherweise erhält dabei das Elternteil die Zulagen, das auch das Kindergeld bezieht, alternative Absprachen sind allerdings möglich, wobei die Kinderzulagen immer nur an ein Elternteil ausbezahlt werden.

Die Beiträge für den Riestervertrag können darüber hinaus als Vorsorgeaufwendungen abgesetzt werden und so, je nach Einkommenssituation und Höhe der einbezahlten Beiträge, zu einer zusätzlichen Steuererstattung führen. Eine Besonderheit ergibt sich im Zusammenhang mit der Riesterrente für Eltern in Elternzeit sowie für Alleinerziehende. In den drei Jahren der Elternzeit, in der sich eine Person um die Erziehung der Kinder kümmert, muss nur der sogenannte Sockelbeitrag in den Riestervertrag einbezahlt werden, um die Förderung in voller Höhe zu erhalten.

Gleiches gilt für Alleinerziehende, die abgesehen von Unterhaltsleistungen kein eigenes Einkommen erzielen. Auch diese Personen müssen nur den Sockelbeitrag einzahlen, der bei 60 Euro pro Jahr liegt. Bespart eine alleinerziehende Mutter von einem Kind, das nach 2008 geboren wurde, einen Riestervertrag, bedeutet das somit für sie, dass sie nur 60 Euro jährlich in ihre private Altersvorsorge investieren muss, zusammen mit den staatlichen Zulagen aber insgesamt 514 Euro in ihren Vertrag fließen.

Aufgrund des mittlerweile recht breitgefächerten Angebotes und den unterschiedlichen Varianten ist allerdings ein Riester Rente Vergleich vor dem Abschluss eines Vertrages unbedingt empfehlenswert. Auf diese Wiese kann dann allerdings nicht nur ein geeignetes Produkt ermittelt werden, sondern zeitgleich wird auch eine Berechnung der späteren Zusatzrente inklusive der staatlichen Fördermittel möglich.